Schleimbeutelentzündung (Bursitis olecrani)
Plötzlich geschwollener Ellenbogen? Oft ist der Schleimbeutel schuld
Durch Überlastung kann der Schleimbeutel hinten am Ellenbogen anschwellen und sich entzünden. Das kann schon nach einer Reizung zum Beispiel durch ungewohnte Renovierungsarbeiten, berufliche Tätigkeit, vermehrte sportliche Belastung oder ein anstrengendes Wochenende mit Gartenarbeit auftreten. Auch das Aufstützen des Ellenbogens beim Arbeiten beispielsweise kann zur Reizung führen.
Symptome
Typisch für eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen ist eine plötzlich auftretende, meist schmerzlose Schwellung an der Rückseite des Gelenks. Im weiteren Verlauf können jedoch Druckschmerz, Rötung, Überwärmung und Bewegungseinschränkungen hinzukommen – vor allem, wenn sich der Schleimbeutel entzündet oder infiziert. Die Beschwerden treten häufig nach ungewohnter Belastung, längerem Aufstützen oder kleinen Verletzungen auf.
Schwellung des Ellenbogens
Der geschwollene Schleimbeutel ist an der Ellenbogenspitze zu sehen und zu tasten.
Rötung und Überwärmung
Durch die Entzündung ist die Haut gerötet und fühlt sich sehr warm an.
Bewegungseinschränkung
Blockaden, Einklemmungen, Schnappen, Klicken, Reiben
Welche Funktion hat der Schleimbeutel?
Ein Schleimbeutel (Bursa) ist ein mit Flüssigkeit gefülltes kleines Polster, das sich an besonders druck- oder reibungsbelasteten Stellen des Körpers befindet – zum Beispiel am Ellenbogen, Knie oder der Schulter. Er dient dazu, Bewegungen abzufedern, Reibung zu verringern und Gelenke sowie umliegendes Gewebe zu schützen. Wird der Schleimbeutel überlastet oder gereizt, kann er sich entzünden – man spricht dann von einer Schleimbeutelentzündung (Bursitis).
Behandlungsmöglichkeiten bei Schleimbeutelentzündung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Entzündung. In den meisten Fällen ist keine Operation notwendig, da die Schleimbeutelentzündung gut auf konservative Maßnahmen anspricht
Therapieoptionen
Konservativ und operativ – wir finden den passenden Weg
Schonung und Druckvermeidung
Kein direktes Aufstützen des Ellenbogens; ggf. Polster oder Ellenbogenschutz verwenden.
Ruhigstellung in einer Schiene
Die Schiene wird meist für einige Tage bis maximal 1–2 Wochen getragen – wichtig ist, den Arm trotzdem regelmäßig sanft zu bewegen, um Steifheit zu vermeiden.
Kühlende, abschwellende Umschläge
Kühlpacks helfen, Schwellung und Schmerzen zu reduzieren.
Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten
z. B. Ibuprofen oder Diclofenac – als Tabletten oder Salbe.
Punktion des Schleimbeutels
Entnahme der Schleimbeutelflüssigkeit mit einer Nadel zur Druckentlastung und ggf. Labordiagnostik.
Chirurgische Entfernung des Schleimbeutels (Bursektomie)
Wird nur bei chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden oder bei bakterieller Infektion notwendig.
Unsere Ellenbogen-Experten
Erfahrene Spezialisten für Schleimbeutelentzündungen und Ellenbogenchirurgie