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WEIL-OSTEOTOMIE BEI HALLUX RIGIDUS

Methode

Korrektur der Mittelfußstellung durch Verschiebungsosteotomie

Dauer

ca. 30 bis 45 Minuten

Erholungszeit

6 bis 10 Wochen

Die Weil-Osteotomie ist ein operatives Verfahren zur Behandlung von Vorfußbeschwerden, insbesondere bei Hallux rigidus, Metatarsalgie oder in Kombination mit Hammerzehen. Ziel ist die Verlängerung oder Verkürzung der Mittelfußknochen, um die biomechanischen Verhältnisse zu normalisieren, Schmerzen zu reduzieren und Fehlstellungen zu korrigieren.

Was ist eine Weil-Osteotomie?

Ablauf der Operation

  • Hautschnitt über dem betroffenen Mittelfußknochen
  • Sägeführung in schräger Richtung zur kontrollierten Verschiebung
  • Verlagerung des Köpfchens in physiologische Position
  • Fixation mit einer kleinen Titanschraube
  • Kontrolle der Zehenstellung und Weichteilbalance

Rehabilitation nach Weil-Osteotomie

Nach einer Weil-Osteotomie ist eine funktionelle Nachbehandlung mit kontrollierter Belastung entscheidend für die Knochenheilung und das funktionelle Ergebnis.

Phase I (0–4 Wochen): Entlastung und Wundheilung
  • Tragen eines Vorfußentlastungsschuhs (Tag und Nacht)
  • Hochlagerung des Fußes zur Ödemprophylaxe
  • Wundkontrollen, Nahtentfernung nach ca. 14 Tagen
  • Keine Abrollbewegung über den Vorfuß
Phase II (5–8 Wochen): Belastungssteigerung
  • Umstieg auf bequemen, festen Schuh nach ärztlicher Freigabe
  • Beginn mit physiotherapeutischen Übungen zur Mobilisation
  • Aufbau der Fußmuskulatur und Verbesserung der Zehenbeweglichkeit
  • Gleichgewichtstraining zur Gangsicherheit
Phase III (ab Woche 9): Rückkehr in den Alltag
  • Wiedereinstieg in Beruf und Alltagstätigkeiten je nach Beruf
  • Normale Belastung des Fußes unter physiotherapeutischer Kontrolle
  • Sportliche Aktivitäten (Radfahren, Schwimmen) nach Freigabe
  • Kontrolluntersuchungen zur Beurteilung der knöchernen Konsolidierung