UMSTELLUNGSOSTEOTOMIE
Methode
Korrektur der Beinachse durch Umstellungsosteotomie
Dauer
ca. 90–120 Minuten
Erholungszeit
4 bis 6 Monate
Die Umstellungsosteotomie ist ein chirurgisches Verfahren zur Korrektur von Achsfehlstellungen der unteren Extremitäten. Durch gezielte Knochendurchtrennung und -verschiebung wird die mechanische Beinachse korrigiert, um die Belastung innerhalb der Gelenke zu optimieren und das Fortschreiten von Arthrose zu verlangsamen.
Diese Operation wird häufig bei jüngeren Patienten mit beginnender Arthrose eingesetzt, um eine Gelenkersatzoperation hinauszuzögern. Besonders bei X-Beinen (Genu valgum) oder O-Beinen (Genu varum) kann eine Umstellungsosteotomie die biomechanischen Verhältnisse deutlich verbessern.
Was ist eine Umstellungsosteotomie?
Indikationen für eine Umstellungsosteotomie
- Beginnende Arthrose mit Achsfehlstellung
- X-Bein- oder O-Bein-Deformität
- Posttraumatische Achsfehlstellungen
- Patellainstabilität mit Achsabweichung
- Jüngere Patienten mit gelenkerhaltendem Potenzial
Ablauf der Operation
- Präzise präoperative Planung mit Ganzbein-Röntgenbildern
- Knochendurchtrennung (Osteotomie) an der gewünschten Stelle
- Korrektur der Achse und Fixation mit Platten und Schrauben
- Winkelstabile Fixation für optimale Stabilität
- Postoperative Röntgenkontrolle zur Verifikation
Rehabilitation nach Umstellungsosteotomie
Die Rehabilitation nach einer Umstellungsosteotomie ist entscheidend für den langfristigen Erfolg. Eine schrittweise Belastungssteigerung und gezielte Physiotherapie sind wichtig, um die neue Beinachse zu stabilisieren.
Phase I (0–6 Wochen): Teilbelastung und Schutz
- Teilbelastung mit Unterarmgehstützen (ca. 15–20 kg)
- Orthese zur Bewegungskontrolle, ggf. Thromboseprophylaxe
- Kühlung, Hochlagerung, Lymphdrainage
- Passive Bewegungsübungen, CPM-Schiene
Phase II (6–12 Wochen): Belastungssteigerung
- Übergang zur Vollbelastung je nach Röntgenkontrolle
- Kräftigung der Oberschenkel- und Hüftmuskulatur
- Aktive Bewegungserweiterung, Koordinationstraining
Phase III (ab Woche 12): Alltag und Sport
- Stabilitäts- und Belastungstraining
- Sportartspezifisches Aufbautraining (ab ca. 4–6 Monate)
- Return-to-Activity nach klinischer und radiologischer Kontrolle