MORTON-NEURALGIE – OPERATION
Methode
Neurolyse oder Neurektomie bei Morton-Neuralgie im Vorfußbereich
Dauer
20 bis 30 Minuten
Erholungszeit
4 bis 6 Wochen
Was ist eine Morton-Neuralgie?
Die Morton-Neuralgie ist eine schmerzhafte Nervenkompression im Vorfußbereich, typischerweise zwischen dem dritten und vierten Mittelfußknochen. Sie entsteht durch Druck auf den interdigitalen Nerv, was zu brennenden Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl führt.
Behandlungsoptionen bei Operation
1. Neurolyse
Bei der Neurolyse wird das umgebende Bindegewebe (z. B. das Ligamentum intermetatarsale) entlastet, um dem betroffenen Nerv wieder Raum zu geben. Dies kann oft schon zu einer erheblichen Symptomlinderung führen, ohne den Nerv zu durchtrennen.
- Kleiner Hautschnitt zwischen den betroffenen Zehen
- Darstellung und Freilegung des Nervs
- Spaltung des benachbarten Ligaments zur Druckentlastung
- Wundverschluss und Verband
2. Neurektomie
Wenn die Neurolyse nicht ausreichend hilft oder der Nerv bereits dauerhaft geschädigt ist, erfolgt eine Neurektomie – also die Entfernung (Resektion) des betroffenen Nervensegments. Dies führt zur Ausschaltung der Schmerzleitung, jedoch auch zu einem tauben Hautareal im Zwischenzehenraum.
- Wie bei der Neurolyse: Hautschnitt und Darstellung des Nervs
- Durchtrennung und Entfernung des betroffenen Nervenabschnitts
- Stumpfverlagerung in die Tiefe zur Schmerzvermeidung
- Wundverschluss
Rehabilitation nach Morton-Operation
Phase I (0–2 Wochen): Schonung und Wundheilung
- Vorfußentlastungsschuh für 10–14 Tage
- Hochlagerung und Kühlung zur Abschwellung
- Wundkontrollen und Verbandwechsel
- Thromboseprophylaxe bei reduzierter Mobilität
Phase II (3–5 Wochen): Belastungsaufbau
- Umstieg auf bequemes Alltagsschuhwerk
- Physiotherapie zur Förderung der Mobilität
- Gangschulung und Koordinationstraining
- Wiedereinstieg in Alltagstätigkeiten
Phase III (ab Woche 6): Rückkehr zur Belastbarkeit
- Vollbelastung ohne Einschränkung
- Sportliche Aktivitäten nach ärztlicher Freigabe
- Langfristige Einlagenversorgung ggf. zur Druckvermeidung