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KNORPELGLÄTTUNG KNIE

Methode

Arthroskopische Knorpelglättung (Chondroplastik)

Dauer

ca. 30 bis 45 Minuten

Erholungszeit

4 bis 8 Wochen

Die arthroskopische Knorpelglättung ist ein minimalinvasiver Eingriff zur Behandlung von oberflächlichen Knorpelschäden im Kniegelenk. Ziel ist es, aufgerauten oder ausgefransten Knorpel zu glätten und instabile Knorpelfransen zu entfernen, um mechanische Reizungen zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und das Fortschreiten einer Arthrose zu verlangsamen.

Wie funktioniert die Knorpelglättung?

Der Eingriff erfolgt arthroskopisch durch kleine Hautschnitte unter Verwendung einer Kamera und feiner Instrumente. Mit speziellen Shavern oder Glättungsinstrumenten werden lose Knorpelanteile entfernt und die betroffenen Knorpelflächen geglättet. Dadurch werden Reibung und Gelenkentzündungen reduziert. Die Operation ist besonders sinnvoll bei symptomatischen Knorpelauffaserungen ohne tiefgreifende Defekte.

Häufig wird die Knorpelglättung mit weiteren arthroskopischen Maßnahmen wie der Behandlung von Meniskusschäden oder freien Gelenkkörpern kombiniert. Die Gelenkstabilität bleibt erhalten, und die postoperative Belastung kann in vielen Fällen zügig wieder gesteigert werden – abhängig vom Umfang des Knorpelschadens und der Begleitmaßnahmen.

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Rehabilitation

Die Nachbehandlung nach einer Knorpelglättung orientiert sich am Ausmaß der Knorpelveränderung und an eventuell kombinierten Maßnahmen. In der Regel ist eine rasche Mobilisation möglich, mit gezielter Entlastung in den ersten Tagen.

Phase I (0–2 Wochen): Schonung und Frühmobilisation
  • Teilbelastung mit Unterarmgehstützen für 3–7 Tage (je nach Ausprägung)
  • Kühlung, Lymphdrainage und entzündungshemmende Maßnahmen
  • Physiotherapie mit assistiver Bewegung (z. B. CPM-Schiene)
  • Keine knienden, hockenden oder drehenden Bewegungen
Phase II (2–6 Wochen): Belastungsaufbau und Aktivierung
  • Vollbelastung im Alltag bei schmerzfreiem Bewegungsumfang
  • Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur (Quadrizeps, isometrisch und dynamisch)
  • Gleichgewichtsübungen, Ergometertraining
  • Keine sportliche Belastung, kein Joggen
Phase III (ab Woche 6): Rückkehr zu sportlicher Belastung
  • Steigerung der Belastungsintensität nach ärztlicher Freigabe
  • Koordinationstraining, sensomotorisches Training
  • Langsamer Einstieg ins Lauftraining ab Woche 8–10
  • Vollständige Rückkehr zum Sport frühestens nach 12 Wochen