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ARTHROPLASTIK NACH HOHMANN

Methode

Entfernung des Grundgliedkopfs bei fixierter Hammerzehe zur Schmerzreduktion und Korrektur

Dauer

ca. 15 bis 25 Minuten pro Zehe

Erholungszeit

4 bis 6 Wochen

Was ist eine Arthroplastik nach Hohmann?

Die Arthroplastik nach Hohmann ist eine bewährte operative Technik zur Behandlung der Hammerzehe. Dabei wird der Gelenkkopf des Grundglieds (P1) der betroffenen Zehe entfernt, wodurch eine schmerzhafte Fehlstellung behoben und Druckprobleme reduziert werden. Ziel ist es, die betroffene Zehe zu begradigen und schmerzfrei zu stellen, ohne die gesamte Zehe zu versteifen.

Ablauf der Operation

  • Kleiner Hautschnitt über dem betroffenen Zehengelenk
  • Freilegung und Entfernung des Gelenkkopfs des Grundglieds
  • Reposition der Zehe in gestreckter Stellung
  • Fixation durch einen Draht (z. B. K-Draht) für ca. 4 Wochen
  • Wundverschluss und Verband

Rehabilitation nach Arthroplastik

Nach der Operation ist eine gezielte Nachbehandlung wichtig, um die neue Stellung zu stabilisieren und die Funktion der Zehe wiederherzustellen.

Phase I (0–2 Wochen): Ruhigstellung und Wundheilung
  • Tragen eines speziellen Vorfußentlastungsschuhs
  • Hochlagerung und Kühlung zur Schwellungsreduktion
  • Vermeidung von Druck auf die betroffene Zehe
  • Wundkontrollen und Verbandwechsel
Phase II (3–5 Wochen): Drahtentfernung und Mobilisation
  • Entfernung des Fixationsdrahtes (nach ca. 4 Wochen)
  • Beginn vorsichtiger Mobilisation der Zehe
  • Physiotherapie zur Verbesserung von Beweglichkeit und Koordination
  • Umstieg auf konventionelles Schuhwerk bei freigegebener Belastung
Phase III (ab Woche 6): Funktionelle Belastung
  • Rückkehr zu Alltagstätigkeiten und Beruf
  • Gezielte Übungen zur Kräftigung der Zehen- und Fußmuskulatur
  • Kontrolle der Druckverhältnisse (ggf. mit Einlagenversorgung)
  • Sportliche Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen möglich