AKIN-OSTEOTOMIE
Methode
Mediale Keilentnahme (Akin-Osteotomie) zur Korrektur der Großzehenachse
Dauer
20 bis 40 Minuten
Erholungszeit
6 bis 10 Wochen
Was ist eine Akin-Osteotomie?
Die Akin-Osteotomie ist ein operatives Verfahren zur Korrektur eines Hallux valgus, das häufig in Kombination mit einer Chevron-Osteotomie durchgeführt wird. Dabei handelt es sich um eine mediale Keilentnahme aus der Grundphalanx der Großzehe (Phalanx proximalis), um die Abweichung der Großzehenachse zu korrigieren. Sie wird insbesondere bei übermäßiger Hallux interphalangeus-Komponente eingesetzt, also wenn die Zehe zusätzlich zur Metatarsalabweichung auch innerhalb des Grundglieds gekrümmt ist.
Durch die Akin-Osteotomie kann die geradlinige Ausrichtung der Großzehe wiederhergestellt und die Druckverteilung im Vorfuß verbessert werden. Der Eingriff erfolgt meist minimalinvasiv und wird mit einer kleinen Schraube oder einem Draht fixiert. Die Technik ist zuverlässig, gewebeschonend und wird häufig ambulant durchgeführt.
Ablauf der Operation
- Kleiner Hautschnitt an der Innenseite der Großzehe
- Darstellung des Grundglieds (Phalanx proximalis)
- Entnahme eines keilförmigen Knochenstücks zur Achskorrektur
- Zusammenführung der Knochenränder und Fixation mit Schraube
- Ggf. zusätzliche Weichteilkorrektur
Rehabilitation nach Akin-Osteotomie
Die Nachbehandlung richtet sich nach dem Ausmaß der durchgeführten Korrektur und den Begleiteingriffen. Eine gute Compliance der Patient:innen ist entscheidend für ein dauerhaft stabiles Ergebnis.
Phase I (0–2 Wochen): Ruhigstellung und Wundheilung
- Tragen eines Vorfußentlastungsschuhs
- Hochlagerung und Kühlung zur Abschwellung
- Kontrolle des Wundheilungsverlaufs und Verbandwechsel
- Keine aktive Belastung über die Großzehe
Phase II (2–6 Wochen): Teilbelastung und Mobilisation
- Beibehaltung des Spezialschuhs, ggf. Umstieg auf flaches Schuhwerk
- Physiotherapie zur Mobilisierung des Zehengrundgelenks
- Beginn funktioneller Belastung mit korrektem Abrollverhalten
- Aktivierung der kurzen Fußmuskulatur
Phase III (6–12 Wochen): Belastungsaufbau und Rückkehr in den Alltag
- Wiedereinstieg in Alltagsschritte, normales Schuhwerk erlaubt
- Stabilisierung der Muskulatur und Gangschulung
- Vermeidung enger, drückender Schuhe für mehrere Monate
- Sportliche Aktivitäten nach ärztlicher Freigabe